Indonesien

reiseinfos

Einreiseformalitäten: Visavorschriften ändern sich seit 2002 ständig. Diese Änderungen kommen oft aus politischen Gründen zustande und werden teils wieder rückgängig gemacht, sobald der Druck seitens der Tourismusbranche zu stark wird. Staatsangehörige von 21 Ländern, einschließlich Australien, USA und einigen europäischen Ländern, können sich bei der Ankunft in Indonesien ein Visum ausstellen lassen. Diese bei der Einreise ausgestellten Visa gibt es nur an bestimmten internationalen Flug- und Seehäfen und zwar auf Vorlage eines Reisepasses, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate länger gültig ist. Man kann sich für eine von zwei Visakategorien entscheiden: Ein Visum für einen Kurzaufenthalt von max. 3 Tagen kostet US$ 10 und das 30-Tage-Visum US$ 25. Die Bezahlung wird nur in US-Dollar akzeptiert und man sollte möglichst das exakte Bargeld zur Hand haben. Staatsangehörige acht weiterer Länder, hauptsächlich Südostasiens, benötigen keine Visa. Staatsangehörige aller anderen Nationalitäten müssen sich vor der Einreise ein Visum besorgen.
Zeit: Es gibt drei Zeitzonen: Sumatra, Java, West- und Zentral-Kalimantan liegen in der westindonesischen Zeitzone (Mitteleuropäische Zeit +6 Std., Sommerzeit 1 Std. weniger); Bali, Süd- und Ost-Kalimantan, Nusa Tenggara und Sulawesi bilden die zentralindonesische Zeitzone (Mitteleuropäische Zeit +7 Std.); die Molukken und Papua Barat liegen in der ostindonesischen Zeitzone (Mitteleuropäische Zeit +8 Std.)
Elektrizität: 220V, 50 Hz
Maße und Gewichte: Metrisches System
Gesundheitsrisiken: Denguefieber, Malaria, Amöbenruhr, Tollwut, Typhus, Japanische Encephalitis, Cholera

rund ums geld

Die Wirtschaftskrise in Asien hat die indonesische Rupie stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach einer Berg- und Talfahrt hat sich die Währung nunmehr gegenüber dem Dollar stabilisiert. Infolgedessen sind die Kosten, auf Dollar umgerechnet, nicht mehr so niedrig wie noch vor ein oder zwei Jahren, aber Indonesien ist immer noch ein günstiges Reiseland. Am teuersten ist Jakarta, während die Kosten außerhalb der großen Zentren erheblich niedriger sind.

Mit Traveller Cheques und Bargeld kommt man am Besten durchs Land, da Kreditkarten nur in luxuriösen Hotels, Restaurants und Geschäften akzeptiert werden, Amex scheint sehr selten zu sein, am Besten sind Visa und vor allem Eurocard/Mastercard. Geldautomaten sind noch relativ selten und meist nicht besonders verlässlich.

In großen Hotels und Restaurants der gehobenen Preisklasse werden auf den Rechnungsbetrag automatisch 10% Bedienungsgeld addiert, sodass ein weiteres Trinkgeld nur bei besonders gutem Service sowie für spezielle Dienstleistungen (z. B. Koffertragen) angebracht ist. Taxifahrer erwarten, dass der Betrag aufgerundet wird.

Zum Einkaufen gehört in vielen Fällen das Handeln. Hierfür sollte man sich die wirtschaftlichen Schwierigkeiten vor Augen halten und das Handeln nicht allzu weit treiben. Außer in Bali Sind Hotelzimmer nur mäßig im Preis gestiegen, Hotels der oberen Kategorie geben oft erstaunliche Preisnachläs

reisewarnungen

In Reisesicherheitshinweisen von amerikanischer und australischer Seite wird empfohlen, alle nicht unbedingt notwenigen Reisen nach Jakarta zu verschieben. Vor der australischen Botschaft explodierte am 9. September 2004 eine Bombe, und kurz vor dem Tsunami gab es Hinweise auf einen bevorstehenden Anschlag auf eine westliche Einrichtung. Reisende sind davor gewarnt worden, in Hotels zu übernachten, die eindeutig als westlich identifiziert werden können. Man sollte sich unbedingt über die aktuelle Lage auf dem Laufenden halten und die Botschaft seines Landes in Jakarta oder die entsprechenden amtlichen Webseiten konsultieren.

Seit 1998 hat es in Indonesien starke Umwälzungen gegeben, die teils zu friedlichen Demonstrationen und teils zu bewaffneten Auseinandersetzungen führten. Oftmals wird die Lage in Indonesien von den Medien aufgebauscht, sodass der Eindruck erweckt wird, das ganze Land sei in Aufruhr. Zur Zeit des Schreibens gab es Unruhen in Zentralsulawesi, Aceh, Papua und in den Molukken. Trotzdem war es weiterhin möglich, sicher in Teile dieser Gebiete zu reisen. Es zahlt sich aus, gut informiert zu sein, wenn man viel in Indonesien herumreisen möchte, dies gilt insbesondere für die instabile Situation in Aceh.

übersicht

Die tropischen Inseln des riesigen indonesischen Archipels üben seit vielen Jahrhunderten eine geradezu magnetische Wirkung auf Fremde aus. Von Missionaren zu Piraten über Bergbaufirmen bis hin zu Rucksacktouristen fesselt das Land jeden - mit Sandelholz und Gewürzen, paradiesischem Inselleben, herrlichen Stränden, Bergen und Vulkanen.

In jüngster Zeit wird dieser paradiesische Mythos durch viele verschiedene Faktoren gebeutelt: tiefgreifende Rassenkonflikte, religiöse Verfeindungen, willkürliche Autokratie, Korruption in der Regierung, Misswirtschaft und Naturkatastrophen. Die neuesten Gewaltausbrüche haben Indonesien zu einem problematischen Reiseziel für Besucher aus dem Westen gemac

allgemeine daten

Amtlicher Name: Republik Indonesien
Fläche:
1 904 000 qkm Landfläche
Einwohner:
ca. 235 Millionen
Hauptstadt:
Jakarta (9,3 Millionen Einwohner)
Bevölkerung: mehr als 300 verschiedene Völker; die bekanntesten sind: Acehnesen, Batak, Minangkabau (Sumatra); Javaner, Sundanesen, Maduresen (Java); Balinesen (Bali); Sasak (Lombok); Bugis, Toraja, Minahasa (Sulawesi); und Dani (Papua Barat)
Sprache:
Bahasa Indonesia (und über 365 Lokalsprachen und Dialekte), Englisch
Religion:
88% Muslime, 8% Christen, 2% Hinduisten
Staatsform: Präsidiale Demokratie
Präsidentin: Susilo Bambang Yudhoyono

wirtschaft

Bruttosozialprodukt: 173 Milliarden US-Dollar
BSP/Kopf: 807 US-Dollar
Jährliche Wachstumsrate: Inflationsrate: 11,9%
Wichtige Wirtschaftszweige:
Öl, Erdgas, Kohle, Zinn, Kupfer, Textilien, Holz, Kaffee, Gummi, Reis, Pfeffer, Palmöl
Haupthandelspartner: Japan, USA, Singapur

beste reisezeit

Obwohl man die meisten Regionen Indonesiens auch in der Regenzeit bereisen kann, sind einige Aktivitäten wie Bergsteigen oder Dschungelwanderungen dann nur sehr bedingt durchführbar und Touren, die über unbefestigte Pisten in abgelegene Gebiete führen, enden nicht selten in einem Schlammloch. Generell ist die beste Zeit für eine Reise nach Indonesien die Trockenzeit von Mai bis Oktober.

Während in den Weihnachtsferien die australischen Touristen überwiegen, besonders auf Bali, sind in den Sommermonaten die Besucher aus Europa in der Überzahl. Die Hauptferienzeit für Indonesier kommt mit dem Ende des Fastenmonats Ramadan an Idul Fitri; dann sind sämtliche Transportmittel hoffnungslos ausgebucht, Ferienorte überfüllt und die Preise drastisch überhöht.