Singapur

Übersicht

Der nahe am Äquator gelegene, florierende Stadtstaat Singapur hat sich trotz (oder gerade wegen) seiner fehlenden Rohstoffe zu einem der dynamischsten Wirtschaftsstandorte Asiens entwickelt.

Einerseits hat sich die hypermoderne Großstadt aus Beton, Stahl und Glas den neuesten Cybertechnologien verschrieben, andererseits bietet sie Besuchern einen ersten Eindruck von den bedeutenden asiatischen Kulturen, die hier auf engem Raum vereint leben. In den belebten Straßen der Chinatown gehören Wahrsager, Kalligrafen und Tempelbesucher noch immer zum alltäglichen Straßenbild. In Little India werden die schönsten Saristoffe, frisch gemahlene Gewürze und Bilder der Hindugottheiten verkauft, und durch die Arab Street mit ihren kleinen Lädchen dringt von der nahegelegenen Sultan-Moschee der Ruf des Imam.

Das zwielichtige Ambiente einer asiatischen Hafenstadt mit Fahrradrikschas, Opiumhöhlen, Dschunken und Piraten sucht man im Singapur der Gegenwart vergebens. Noch immer lässt sich eine Prise Kolonialatmosphäre schnuppern bei einem Singapore Sling unter den langsam rotierenden Ventilatoren im Raffles Hotel, beim Dinner in einem der umgebauten Lagenhäuser am Singapore River, wo einst die Frachtschiffe anlegten, oder beim Besuch eines der ansehnlichen viktorianischen Gebäude, die von der rückhaltlosen Totalsanierung der Stadtplaner verschont blieben.

Billige Quartiere finden sich in chinesischen Hotels in der Chinatown, an der Jalan Besar und Beach Rd sowie in den Schlafsälen in Wohnungen in der Bencoolen Street und Umgebung. Während günstige Hotels in der mittleren Preislage rar sind, gibt es internationale Hotels der Vier und Fünf Sterne-Kategorie wie Sand am Meer und für die prall gefüllte Reisekasse das historische Raffles Hotel. Hunderte von Hawker Centres (eine Ansammlung von Essenständen) bieten überall in der Stadt preiswertes indisches und chinesisches Essen. Zum Einkaufsbummel eignet sich am Besten die Orchard Road, der Kolonialdistrikt oder Little Ind

Allgemeine Daten

Amtlicher Name: Republik Singapur
Fläche: 620 qkm
Einwohner: 4 Millionen
Bevölkerung: 77% Chinesen, 14% Malaien, 8% Inder
Sprache: Kantonesisch, Mandarin, Malaiisch, Tamilisch, Englisch
Religion: 42% Buddhisten, 15% Muslime, 14% Christen, 9% Taoisten, 4% Hinduisten
Staatsform: Parlamentarische Republik
Präsident: Sellapan Rama Nathan
Premierminister: Lee Hsien Loong

Wirtschaft

Bruttosozialprodukt: 148 Milliarden US Dollar
BSP/Kopf: 37 000 US Dollar
Jährliche Wachstumsrate: 5%
Inflationsrate:
Wichtige Wirtschaftszweige: Bankwesen, Tourismus, Schiffsfrachtverkehr, Elektronik, Ölraffinerien, Chemikalien, Bauindustrie
Haupthandelspartner: USA, Malaysia, Hongkong, Japan, Südkorea

beste reisezeit

Da das Klima in Singapur keinen größeren Schwankungen unterworfen ist, kan die Insel das ganze Jahr über bereist werden. Gut ist es, die Reise so zu planen, dass sie mit einem der vielen Feste und Veranstaltungen zusammenfällt, wie zum Beispiel mit dem Chinesischen Neujahr. Wer gern einkaufen geht und gutes Essen nicht verachtet, sollte im Juli kommen, wenn das Singapore Food Festival und der Great Singapore Sale stattfinden.

 

Reiseinfos

Einreiseformalitäten: Staatsangehörige der meisten europäischen Länder benötigen für die Einreise kein Visum, sondern erhalten an der Grenze eine Besuchserlaubnis in den Pass gestempelt, die zu einem 30-tägigen Aufenthalt berechtigt. Verlängerungen sind jedoch schwer zu bekommen.
Zeit: Mitteleuropäische Zeit plus sieben Stunden
Elektrizität: 220-240 V, 50 Hz
Maße und Gewichte: metrisch, mit lokalen Varianten

rund ums geld

Wer mit knapp bemessener Reisekasse durch Südostasien gereist ist, wird bei der Ankunft in Singapur einen Schock erleiden, denn der Stadtstaat ist wesentlich teurer als seine Nachbarländer. Ein Aufenthalt in Singapur ist jedoch auch mit einem nicht so üppig gefüllten Portemonnaie möglich. Dann gilt es, den Versuchungen der glitzernden Einkaufswelt zu widerstehen und sich auch hier den Luxus zu versagen, den man auf der bisherigen Reise schmerzlich vermisst hat. Wer in einem Mehrbettzimmer im Hostel übernachtet und billig isst, kommt mit etwa 25 Euro pro Tag aus, wer hingegen in Hotels mittlerer Preislage wohnt und gute Restaurants bevorzugt, benötigt mindestens 80 Euro pro Tag.

Alle bekannten Kreditkarten werden akzeptiert. Wer allerdings nach intensivem Feilschen die VISA-Karte zückt, braucht sich nicht über verschnupfte, möglicherweise sogar ärgerliche Reaktionen zu wundern. Geldautomaten sind weit verbreitet, aber es empfiehlt sich, für Notfälle etwas Bargeld oder Reiseschecks mitzunehmen. Geldwechsler (moneychanger) haben sich in den meisten Shopping Centres niedergelassen.

In Singapur wird kein Trinkgeld erwartet. Teure Hotels und Restaurants erheben eine Service Charge von 10%. Feilschen ist nicht mehr so weit verbreitet wie früher, aber in kleineren Geschäften wird immer noch erwartet, dass Touristen beim Kauf von Souvenirs oder Luxusgütern um den Preis handeln. Bei Kaufhausketten und anderen renommierten, großen Geschäften ist Handeln nicht möglich. Auch beim Kauf von Gegenständen des täglichen Bedarfs sowie bei Transportmitteln (außer bei den touristischen Fahrradrikschas) ist Feilschen nicht angebracht.