reiseinfos
Einreiseformalitäten: Staatsbürger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigen für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen lediglich einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass. Bei der Einreise bekommt man eine Touristenkarte ausgehändigt, die man immer bei sich führen sollte und auf keinen Fall verlieren darf.
Zeit: Mitteleuropäische Zeit -6 Std. (im Winter) bzw. -7 Std. (im Sommer)
Elektrizität: 110V, 60 Hz
Maße und Gewichte: Metrisches System
Gesundheitsrisiken: Dengue-Fieber, Hepatitis, Malaria, Typhus und in geringerem Maße Cholera, Tollwut und Diphterie. Wer die Regenwälder des Oriente besuchen will, sollte sich gegen Gelbfieber impfen lassen.
rund ums geld
cuador zählt zu den am günstigsten zu bereisenden Ländern Lateinamerikas. Die Preise für Transport, Mahlzeiten und Unterkunft können von Jahr zu Jahr zwar bis zu 50% schwanken, sind aber verglichen mit Europa äußerst niedrig. In 2000 wurde der Sucreskurs von Präsident Gustavo Noboa an den amerikanischen Dollar im Verhältnis 1 $ = 25 000 Sucres angeglichen. Der Dollar ist seitdem die inoffizielle Landeswährung.
In Ecuador herrscht ein zweistufiges Preissystem, d. h. Ausländer zahlen für bestimmte Leistungen (vor allem Transportmittel und Hotels der gehobenen Kategorie) mehr als Einheimische. Die so genannte Gringo-Steuer lässt sich nur vermeiden, indem man in Hotels der unteren oder mittleren Kategorie wohnt und mit Bussen statt Zügen oder Flugzeugen reist. Auf diese Weise kann man mit einem Budget von etwa 15 US-Dollar täglich auskommen, inklusive eines gelegentlichen Über-die-Stränge-schlagens. Weniger sparsame Besucher landen schnell bei 50 bis 80 US-Dollar pro Tag, erhalten dafür aber einen größeren Reise- und Schlafkomfort sowie eine abwechslungsreichere Nahrung. Natürlich kann man auch leben wie ein König - diese Rolle lässt sich für die bescheidene Summe von 150 US-Dollar täglich spielen.
Banken und Wechselstuben (casas de cambio) sind die besten Adressen zum Geldtauschen; die Kurse für Bargeld und Reiseschecks unterscheiden sich kaum. In touristischen Gegenden sowie in großen Hotels werden die bekannten Kreditkarten weithin akzeptiert. Einzelhändler schlagen allerdings häufig eine zusätzliche Gebühr von 6-8% auf, um ihre Extrakosten abzudecken. Kreditkarten werden zunehmend auch an ecuadorianischen Geldautomaten und für Barauszahlungen bei Banken akzeptiert, obwohl nicht jede Zweigstelle oder jeder Geldautomat diesen Service bietet. Billigere Hotels, Restaurants und Geschäfte nehmen in der Regel keine Kreditkarten an.
Trinkgelder werden von Touristenführern, Portiers und anderen Mitarbeitern der Touristikindustrie erwartet, nicht aber von Taxifahrern. Qualitätsrestaurants schlagen eine Steuer und eine Servicegebühr in Höhe von jeweils 10% auf ihre Rechnungen auf; billigere Restaurants tun das in der Regel nicht. Wer Bedienungen Trinkgeld geben will, sollte ihnen dies direkt geben und nicht auf dem Tisch liegen lassen. Feilschen wird auf den Märkten akzeptiert und erwartet. Auch anderswo erhält man oft Preisnachlässe - das Zauberwort hierfür heißt descuento.
reisewarnungen
Obwohl das Reisen in Ecuador im Allgemeinen sicher ist, sollte man aufgrund von Unruhen, die durch die wirtschaftliche Instabilität des Landes hervorgerufen wurden, ein bisschen aufmerksamer als normalerweise üblich sein. Reisende sollten die nördlichen Grenzregionen, einschließlich der Regionen Sucumbios und Orellana, meiden. Reisen durch das kolumbanische Grenzgebiet ist risikoreich.
Gewaltlose Straßenkriminalität in Quito und Guayaquil sind die gewöhnlichsten Ärgernisse für Reisende auf den Touristenpfaden. Gegenüber dieser Art der Kleinkriminalität sollten Reisende die üblichen Vorsichtsmaßnahmen walten lassen. Gewalttätige Verbrechen, obwohl selten, geschehen jetzt häufiger als früher, und im Nordosten des Landes sind Reisende von Entführungen betroffen gewesen. Die Gebiete der Region Cordillera del Condor an der peruanischen Grenze sind vermint. Das Gebiet um den Vulkan Tungurahua sollte gemieden werden, da der Vulkan wieder mehr Aktivität gezeigt hat.
überblick
Der kleinste Andenstaat ist gleichzeitig eines der vielfältigsten Reiseländer Südamerikas, dessen lebendige Indianerkulturen, gut erhaltene Kolonialgebäude, herrliche Gebirgslandschaften und dichter Regenwald auf engstem Raum beieinander liegen. Sobald man in der bilderbuchschönen Hauptstadt Quito aus dem Flugzeug steigt, trennt einen nicht einmal mehr eine Tagesreise von einem Marsch durch den Amazonasdschungel, dem schneebedeckten Gipfel eines aktiven Vulkans, einem der berühmtesten Märkte Lateinamerikas oder einem genüsslichen Sonnenbad am Strand - und all das in einer Nation, die deutlich kleiner ist als Deutschland.
Beim Blick auf die Landkarte sieht Ecuador beinahe aus wie ein lachender Schädel, der über den Pazifik auf seinen einzigen "Übersee"-Besitz schaut: die in seliger Entfernung gelegenen Galápagos-Inseln. Seit 1832 gehört der Archipel zu Ecuador, das damit einen der größten naturhistorischen Schätze der Erde besitzt. Mit ihrer einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt stellen die Inseln für Ökologen und Naturliebhaber gleichermaßen ein lebendiges Lehrbuch dar. Ein Besuch auf dem Archipel ist horrend teuer, aber kaum jemand hat dieses fantastische Erlebnis im Nachhinein bere
allgemeine daten
Amtlicher Name: Republik Ecuador
Fläche: 283 520 qkm
Einwohner: 12 Millionen
Hauptstadt: Quito (1,5 Millionen Einwohner)
Bevölkerung: 40% Mestizen, 40% Indianer, 15% spanischer Abstammung, 5% afrikanischer Abstammung
Sprache: Spanisch, Quechua
Religion: über 90% Katholiken und kleine Minderheiten anderer christlicher Bekenntnisse
Staatsform: Demokratie
Präsident:Lucio Gutiérrez Borbua
wirtschaft
Bruttosozialprodukt: 41,7 Milliarden US-Dollar
BSP/Kopf: 3100 US-Dollar
Inflationsrate: 8,2%
Wichtige Wirtschaftszweige: Öl, Bananen, Schrimps, Fisch, Kaffee, Textilien, Metall-, Papier- und Holzerzeugnisse, Chemikalien, Kunststoff, Fisch- und Holzhandel
Haupthandelspartner: USA, Lateinamerika, Karibik, EU, Asien
beste reisezeit
Ecuador bietet sich das ganze Jahr über als Reiseziel an - es kommt immer darauf an, wohin man fährt und was man dort unternehmen möchte. Etwa alle zehn Jahre einmal schlägt El Niño im Winter zu, dann sind Straßen und Bahngleise größtenteils überflutet und viele Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Wer auf den Galápagos-Inseln schnorcheln möchte, sollte die warme, regenreiche Saison zwischen Januar und April nutzen, in den restlichen Monaten ist das Wasser kühler (um 20°C). Die Festlandküste unterliegt ähnlichen Wetterbedingungen und während der Schulferien von Januar bis Mai füllen sich die Strände. Von Juni bis August fallen die Gringo-Touristen ins Land ein, obwohl die Temperaturen zu dieser Zeit schon recht frisch sein können.
Das Hochland ist von Juni bis August relativ regenfrei, die perfekte Saison für Wanderer und Bergsteiger, gleichzeitig herrscht im Amazonasgebiet Regenzeit. Dort sind Trekkingtouren am schönsten zwischen Ende August und Februar.
Sowohl auf dem Festland als auch auf den Galápagos-Inseln dauert die Hochsaison etwa von Mitte Dezember bis Mitte Januar sowie nochmals von Juni bis August - die Folge sind überhöhte Preise, ausgebuchte Hotels und überfüllte Transportmittel.
